Wir stehen vor einer neuen noch nie dagewesenen Herausforderung. Alle Schulen und Kindergärten (KiTas) bleiben ab Montag geschlossen. Für Eltern die in der digitalen Branche arbeiten gibt es mehr Möglichkeiten wie z.B. durch Homeoffice (Heimarbeit) normal weiterzuarbeiten. Allerdings gestaltet sich das mit Kindern nicht immer ganz so einfach. Denn Smartphone, Tablet, Netflix und Co. – die neuen Medien bestimmen nicht nur unseren Alltag, sondern auch den unserer Kinder. Ich möchte Strategien aufzeigen, wie man Kinder beschäftigen kann, ohne sie vor den Bildschirm zu setzten.

Homeoffice Allgemein

Mein Freund Thomas Gottheil, CEO von Frontastic, einem digitalen Unternehmen, das schon von Anfang an auf 100 % Remote-Arbeit setzt, hat vor kurzem einen Artikel veröffentlicht in dem er 5 wichtige Tips für den „Corona-Work-Mode“ für Remote Arbeit zusammengestellt hat:

  1. Einigen sie sich auf die Kommunikationskanäle
  2. Vereinbaren Sie feste Reaktions- (Antwort) Zeiten
  3. Haben Sie Videokonferenzen in denen es nicht um Arbeit geht
  4. Seien Sie transparent
  5. Vertrauen Sie den Arbeitnehmern

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Kinder brauchen Struktur

Egal ob im Kindergartenalter oder Schulalter, Kinder brauchen Strukturen um glücklich zu sein. Diese Strukturen helfen Ihnen auch Ihren Tag zu organisieren, als Vater von Zwillingen weiß ich nur allzu gut was es bedeuten kann, wenn sich Kinder langweilen 😉

Geben Sie den Kindern also halt, indem Sie während der Zeiten, in denen die Betreuung wegfällt Ihren Kindern einen Plan machen. Dieser hilft Ihnen Ihre Arbeit zu erledigen, während die Kinder beschäftigt sind und es hilft Ihren Kindern sich in dieser Situation ausgewogener zu fühlen.

Beachten Sie bitte, dass wir hier eventuell einen noch viel längeren Ausnahmezustand haben werden als wir heute alle vermuten. Und Ihr Arbeitgeber muss sich auf Sie als Arbeitnehmer auch auf die Arbeitsergebnisse verlassen können, um Ihnen dauerhaft einen sicheren Arbeitsplatz bieten zu können.

Digitale Medien für Kinder

Kinder, die stundenlang stillsitzen und sich selbst beschäftigen? Das geht ganz einfach, dank Smartphone. Für Eltern mag das bequem sein, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist es nicht.

Einer aktuellen Studie zufolge schadet es Kindern sogar: Demnach könne die intensive Nutzung digitaler Medien zu einer großen Bandbreite an Entwicklungsstörungen führen. Das beginne bei Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys, gehe über Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern bis hin zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter.

Kinder, die stundenlang stillsitzen und sich selbst beschäftigen? Das geht ganz einfach, dank Smartphone, Netflix & Co.. Für Eltern mag das bequem sein, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist es nicht.

Problem

Vor allem Smartphones sind inzwischen ein so selbstverständlicher Teil unseres Alltags geworden, wie die Kaffeemaschine Teil einer Küche ist: Man könnte drauf verzichten – will man aber eigentlich gar nicht. Wer seine Kinder trotz der ständigen Smartphone-Präsenz vom Bildschirm Wegkriegen will, muss sich Alternativen einfallen lassen, die vor allem mindestens so unterhaltsam sind, wie die Geräte mit den faszinierenden Bildschirmen.

Ich zeige Ihnen ein paar solcher Alternativen. Die meisten davon verursachen wahrscheinlich mehr Dreck, Lärm und Aufwand, als wenn Kinder einfach vor einen Bildschirm gesetzt werden. Sie sorgen allerdings auch dafür, dass sich Kinder benehmen, wie man es von ihnen erwartet: fröhlich, chaotisch und fantasievoll.

Basteln

Statt Kinder mit dem Smartphone ruhig zu stellen, gibt es genug Möglichkeiten, die Kleinen sinnvoll zu beschäftigen: Mit Wasserfarben oder Fingerfarben, Knete (kann man auch selber machen), Buntstiften und anderen Bastelmaterialien können sie kreativ sein und selbstständig etwas schaffen.

Vor allem ältere Kinder haben Spaß daran, sich handwerklich zu betätigen. Zum Stricken und Häkeln etwa braucht man nur wenige Materialien: Wolle und die richtigen Nadeln. Jungen lassen sich vielleicht für den Modellbau begeistern.

Im Internet findet man unzählige Selbermach-Blogs mit Bastelanleitungen.

Analoges Spielzeug

Der Klassiker Kinder zu beschäftigen funktioniert auch in Zeiten von Smartphone und Netflix noch: analoges Spielzeug. Dabei kommt es nicht auf die Menge an Spielzeug an, sondern auf die Qualität, den pädagogischen Wert und seine Vielseitigkeit.

Mit Bausteinen beispielsweise können Kinder ganz ohne Bildschirm ihre eigene kleine Welt bauen, sie umstrukturieren und neu zusammensetzen.

Tipp
Manche Kinder wissen einfach nicht mehr wie man richtig spielt. Geben Sie den Kindern eine kleine Geschichte oder Aufgabe. Lassen Sie Ihr Kind eine Schule bauen 😉 nein im Ernst, ein Spielplatz, ein Auto des Opas, einen Kran, eine Party, Veranstaltung oder eine Szene aus dem Urlaub nachspielen. Wenn die Kinder dann einmal im Spiel vertieft sind geht es irgendwann von ganz allein.

Bücher

Auch Geschichten werden noch analog erzählt – in Büchern. Wer Kindern Zugang zu guten Büchern schafft und ihnen regelmäßig vorliest, fördert ihre Leidenschaft fürs Lesen. Schöne Kinder und Jugendbücher können Sie z.B. auch im Verleihshop günstig ausleihen.

Es muss ja nicht immer gleich ein Buch gekauft werden. Etwas digital kann es dann eventuell doch noch werden. Was halten sie eventuell von einem amazon Kindle?

Wenn der Verleihshop nichts für Sie ist, die Büchereien geschlossen haben oder Ihr Kind einen kleinen digitalen Anreiz braucht, dann ist der Kindle in der Krise eventuell auch eine günstige Alternative. Vorallem, weil es unzählige kostenfreie Titel auf amazon für Prime Mitglieder gibt.

Alltagsaufgaben

Heute finden einige Eltern abwegig, was früher gang und gäbe war. Beziehen Sie Ihre Kinder in Alltagsaufgaben mit ein. Je älter Kinder werden, desto mehr können sie im Haushalt helfen. Ob Spülmaschine ausräumen, Tisch decken, beim Backen und Kochen helfen – häufig finden die Kleinen sogar Gefallen an solchen Aufgaben, auch wenn es manchmal etwas dauert. Kinder fühlen sich so auch wichtig, wenn wir Ihnen das Gefühl geben, dass Sie damit einen wertvollen Beitrag für das Familienleben erbringen.

Vorbildfunktion

Die besten Strategien Kinder zu beschäftigen bringen nichts, wenn die Eltern selbst ständig am Smartphone oder Tablet hängen. Wer am Frühstückstisch sitzt und Nachrichten checkt oder in der S-Bahn auf Facebook unterwegs ist, der kann seinen Kindern das Smartphone nicht verbieten.

Von einem radikalen Verbot raten Experten übrigens ohnehin ab. Kindern schade in erster Linie nicht unbedingt, dass sie Zeit vor dem Bildschirm verbringen, sondern wie sie diese verbringen. So sehen Experten kein Problem darin, wenn Kinder 20 Minuten lang mit der Oma facetimen, für die Schule im Internet recherchieren oder ein E-Book lesen.

Wichtig hierbei ist kein exaktes Minuten-Kontingent, sondern viel eher, dass Kinder einen ausgewogenen Tag haben und eintönige Aktivitäten nicht zu lange am Stück machen.

Tipp
Machen Sie es sich zunutze das Kinder und Jugendliche gern nachahmen. Sie sitzen im Homeoffice und bekommen Ihre Arbeit über den PC? Die meisten Schulen werden den Kindern auch Aufgaben aus dem Netz zur Verfügung stellen. Es gibt darüber hinaus unzählige Internetangebote zum Lernen für Kinder.

Nehmen Sie z.B. den Sofatutor. Den können Sie jetzt 30 Tage lang kostenfrei testen. Und jüngeren Kindern machen Sie einfach selbst einen Plan: Baue eine Höhle aus Decken, sortiere Deine Bücher nach Farben usw.

Fazit

Ja es ist anstrengender für uns Eltern den Alltag unserer Kinder aktiv mitzugestalten, als diese vor Netflix zu parken. Aber es lohnt sich denn außerhalb der Zeit sind Ihre Kinder entspannter und ausgeglichener. So profitieren Sie als Eltern in Ihrer eigenen Freizeit davon. So gewinnen Sie, Ihre Kinder und am Ende auch Ihr Arbeitgeber.