1,68 Milliarden hatte das US-amerikanische Softwareunternehmen vor genau 2 Jahren in den damals angeschlagenen eCommerce Riesen investiert. 2010 hieß Magento noch Varien und gehörte damals zu den innovativsten Anbietern von eCommerce Lösungen. Doch ab da ging es Berg ab.

Erstes Zeichen für den Abstieg war wohl das Logo. Damals stand das V noch als nach oben geöffnetes positives Symbol bis es dem eher negativen nach unten geöffnetem M weichen musste. Die Gerüchteküche um das Logo war damals im vollen Gange und wurde in den letzten 10 Jahren aber wohl verdrängt. Magento wurde immer wieder gefeiert als solides e-Commerce System und von einem Besitzer an den nächsten verkauft, wenn sich dieser Glanz doch nicht einstellte.

Mit Adobe sollte nun ein sicherer Hafen gefunden sein. Die Schmach mit dem verpatzten Versionswechsel auf die 2.0 war fast vergessen. Doch es gibt immer noch unzählige Shops, die so verbaut sind das diese nicht auf Magento 2.0 wechseln können. Jetzt im April läuft die Unterstützung für die 1.9x Magento-Kunden aus.

In einer gestern eilig einberufenen Sondersitzung des Aufsichtsrates wurde über diesen Missstand, der mittlerweile zehntausende aufgewühlte Shopbetreiber verärgert hat die sich mit einer Petition an Adobe gewandt hatten, ausführlich diskutiert.

Dem Aufsichtsrat lag angeblich eine Studie des Massachusetts Institute of Technology vor, in der sich das Institut mit den Zukunftschancen einzelner eCommerce Systeme beschäftigt hat. Gerüchten zufolge hat der bahnbrechende Vorsprung der beiden eCommerce Unternehmen mit S (shopify und shopware) den Aufsichtsrat dazu bewogen sofort die Einstellung aller Magentoaktivitäten zu beschließen.

Damit ist Magento wieder einmal zu haben. Ersten Berichten zufolge ist Jeff Bezos (Amazon CEO) bereits interessiert. Nachdem alles, was er anpackt, zu Gold wurde benötigt er jetzt anscheinend ein Abschreibungsunternehmen für die Steueroptimierung. Ich bin gespannt, wer das Rennen um den orangen Magento Riesen gewinnt.